Auf dem Adelaide River gibt’s dann endlich Krokodile. Echt wilde Krokodile. Es gibt hier 3 Unternehmen die die Tiere ganz nah an die Touris bringen. 2 davon sind Doppelstöckige Massenveranstaltungen die eine Stunde lang für 35Dollar pro Person auf dem Fluss dümpeln. Dann gibt es aber noch ein kleines, drittes Familienunternehmen dass nur 20 Leute auf ihr Boot nimmt und weiter oben am Fluss quasi allen Platz der Welt hat um die Krokodile zu füttern. Es ist der gleiche Preis, nur machen die aus was für nem Grund auch immer weniger Werbung. So waren wir dann letztendlich 8 Leute auf nem kleinen Blechboot. Kaum waren alle an Bord taucht neben dem Boot das erste Krokodil auf. Ein kleines nur so um die 4 Meter….. Aber man will die Tiere ja nicht am Anleger haben also ignoriert man ihn und fährt ein bisschen Flussaufwärts. Aber er ist ja nicht dumm, wo das Boot ist ist auch das leckere Büffelfleisch und früher oder später kriegt ers ja dann auch. Nur dumm wenn dann so ein anderes 5 Meter Krokodil einem in die Fahrbahn schwimmt. Dann kommt es zu einer kleinen Futterneid Auseinandersetzung die damit endet dass vorerst keiner der Beiden was zu futtern bekommt. Man lässt sie einfach wo sie sind und wenn sie fertig sind mit sich „gegenseitig kleine Stückchen aus dem Fleisch zu beißen“ (so die Worte des Skippers) kommt man später zurück und hat jeden wieder einzeln dann kann man das dann in Ruhe machen ohne das einer verletzt wird. Naja… also dann sind wir also den Fluss rauf und haben noch 4 ander Korkodile gefüttert. Immer schön mit dem Plastikrohr und nem Draht am Ende an dem das Stück Fleisch befestigt war. Gleich am Anfang wurde und gesagt, was auch immer passiert, kein Körperteil hängt über die Reling. „Ihr seid innerhalb des Boots auf 15Millionen versichert, aber außerhalb kriegt ihr keinen Cent“ Ok, also alle Körperteile bleiben drin und das hat auch wirklich einen guten Grund, denn die Crocs kommen wirklich so nah ans Boot dass sie mit den Beinen, manchmal auch mit der Nase daran anstoßen. Gibt sehr coole Fotos, aber man hat doch ne Menge Respekt wenn sich von einer Sekunde auf die andere so ein 5 Meter Teil senkrecht aus dem Wasser begibt und so ein Stückchen Fleisch keinen halben Meter vor der eigenen Nase von dem Stöckchen frisst. Man muss aber auch dazu sagen, dass nicht alle Krokodile im Fluss zum Boot kommen. Es sind nur 6 Stück und eines davon kommt schon seit 25 Jahren, das ist das einzige Weibchen das gefüttert wird. Alle anderen Krokodile werden in Ruhe gelassen und man versucht auch überhaupt nicht sie zu füttern. Unser Skipper hat uns erzählt auf einer seiner Tagestouren haben sie 76 Krokodile gesehen und sie sind nur so um die 20km den Fluss rauf. Aber man sieht nicht nur Krokodile. Es sind 2 Adler, die ein Nest nur ein paar km den Fluss rauf haben und die haben herausgefunden, dass das kleine Boot das da immer kommt und mit den Crocs spielt leckeres Fleisch an Bord hat und so kommen auch Charlie und seine Freundin (ohne Namen) immer zum Boot und der Skipper ist dann auch so freundlich und wirft ihnen kleine Stücken Fleisch zu. Der andere kleine Vorteil an der kleinen Gruppe ist, dass der Skipper wartet bis auch der letzte das Foto hat dass er will und wenn das Krokodil noch 3Mal zum Stöckchen springen muss. Mit ner halben Stunde Verspätung, weil wir noch ein Krokodilnest entdeckt haben sind wir dann wider alle sicher am Steg angekommen. Es war wirklich unglaublich, und wenn ich eines Tages wieder mal nach Darwin komme werde ich auf jeden Fall nochmal auf dieses Schiff gehen :-)