Paronella Park ist das Lebenswerk eines 1913 ausgewanderten
Spaniers. Jose Paronella kam nach Australien um sich und seiner Verlobten ein
besseres Leben zu ermöglichen. Er kam alleine in die Nähe von Innisfail an der
Ostküste. Er arbeitete sich vom armen Feldarbeiter zum Immobilienmakler hoch
und war eines Tages so wohlhabend, dass er sich seinen Traum eines Schlosses
und einem botanischen Garten ermöglichen konnte. Er war der erste der in
Austrlien 1933 mit Wasserkraft Strom erzeugte um sein Schloss, den Garten und
den Wasserfall des Geländes zu beleuchten. Angeblich nur um anzugeben :-). Sein
Traum war es die Leute zu unterhalten und einen Garten spanischer Art zu
kreieren. Dies gelang ihm auch. Es ist erstaunlich was er geleistet hat, ohne
Maschinen nur mit einfachen Werkzeugen. Erst mal musste der Regenwald auf dem
Gelände weichen, dann die Gärten und die Gebäude gebaut werden. Er schaffte es,
mit den einfachsten Werkzeugen. Er hat 1929 mit dem Bau begonnen und 1933 war
er soweit fertig, dass der Wasserfall beleuchtet werden konnte und das Schloss
wurde für festliche Anlässe genutzt. Joses Frau betrieb ein kleines Cafe´ in
einem der anliegenden Gebäude und der Park wurde zur Einnahmequelle der
Familie. Der Park erstreckt sich über 5 Hektar, durchzogen von Pfaden, Brücken
über kleine Bäche und Wasserfälle. Jose starb früh 1948 und hinterließ eine
Frau mit zwei Kindern. Diese betrieben den Park weiter, verkauften ihn aber
schließlich. 1979 brannte ein Buschfeuer große Teile der Gebäude und des Parks
nieder. Die neuen Besitzer kassierten die Versicherungssumme und ließen den
Park hinter sich.
Erst 1993 fanden Judy und Mark Evans das Grundstück und
kauften es. Sie setzten alles was zu
retten war wieder in Stand, trafen Joses Tochter, die über glücklich war
dass der Park wieder zum Leben erweckt wird. Sie eröffneten den Park neu für
Touristen und nutzen seit dem jeden Cent für Instandsetzungen und
Restaurierungsarbeiten. 2006 und 2010 Fegten zwei große Stürme durch den Park
die einiges an Schaden angerichtet haben. Dennoch ist es erstaunlich was alles
nach dieser langen Zeit noch steht, und was für erstaunliche Arbeit Jose und
seine Familie geleistet haben. Der Park grenzt an einen Wasserfall wo man
Fische und Schildkröten füttern kann, man kann durch den Regenwald und durch
einen Bambuswald laufen, es gibt unzählige Pfade und hinter jeder Ecke steckt
was Neues. Bis vor 2 Jahren konnte man in dem kleinen See unter dem Wasserfall
schwimmen gehen, nur hat sich da ein Krokodil eingenistet, seit dem geht keiner
mehr baden.
Der Park wird heute von Judy und Mark Evans privat
betrieben, die Regierung gibt keinen Cent, Seit ein paar Jahren gehört der Park
zum Weltkulturerbe, sie haben einen Zuschuss für Restaurierungsarbeiten
beantragt, man weiß aber noch nicht ob der Antrag bewilligt wird. Ich hoffe es
jedenfalls sehr, denn es wäre verdammt schade wenn der Park eines Tages
zerfallen würde und man sieht noch sehr deutlich, dass noch einiges zu
Restaurieren da ist. Man kann dort mehrere geführte Touren durch den Park
machen, unter anderem eine Nachttour in der die Gebäude und der Wasserfall
beleuchtet werden (mit Strom aus Wasserkraft, mit der Turbine die Jose 1929
dort eingebaut hat) Leider hat es die ganze Zeit geregnet als ich dort war (so
ist das nun mal im Regenwald) dementsprechend sind meine Fotos leider nicht
soooo 100%ig wie ich mir das so vorgestellt habe.