USA

Reiseblog durch den Südwesten der USA

Freitag, 14. Juni 2013

Paronella Park

 
 
Paronella Park ist das Lebenswerk eines 1913 ausgewanderten Spaniers. Jose Paronella kam nach Australien um sich und seiner Verlobten ein besseres Leben zu ermöglichen. Er kam alleine in die Nähe von Innisfail an der Ostküste. Er arbeitete sich vom armen Feldarbeiter zum Immobilienmakler hoch und war eines Tages so wohlhabend, dass er sich seinen Traum eines Schlosses und einem botanischen Garten ermöglichen konnte. Er war der erste der in Austrlien 1933 mit Wasserkraft Strom erzeugte um sein Schloss, den Garten und den Wasserfall des Geländes zu beleuchten. Angeblich nur um anzugeben :-). Sein Traum war es die Leute zu unterhalten und einen Garten spanischer Art zu kreieren. Dies gelang ihm auch. Es ist erstaunlich was er geleistet hat, ohne Maschinen nur mit einfachen Werkzeugen. Erst mal musste der Regenwald auf dem Gelände weichen, dann die Gärten und die Gebäude gebaut werden. Er schaffte es, mit den einfachsten Werkzeugen. Er hat 1929 mit dem Bau begonnen und 1933 war er soweit fertig, dass der Wasserfall beleuchtet werden konnte und das Schloss wurde für festliche Anlässe genutzt. Joses Frau betrieb ein kleines Cafe´ in einem der anliegenden Gebäude und der Park wurde zur Einnahmequelle der Familie. Der Park erstreckt sich über 5 Hektar, durchzogen von Pfaden, Brücken über kleine Bäche und Wasserfälle. Jose starb früh 1948 und hinterließ eine Frau mit zwei Kindern. Diese betrieben den Park weiter, verkauften ihn aber schließlich. 1979 brannte ein Buschfeuer große Teile der Gebäude und des Parks nieder. Die neuen Besitzer kassierten die Versicherungssumme und ließen den Park hinter sich.
Erst 1993 fanden Judy und Mark Evans das Grundstück und kauften es. Sie setzten alles was zu  retten war wieder in Stand, trafen Joses Tochter, die über glücklich war dass der Park wieder zum Leben erweckt wird. Sie eröffneten den Park neu für Touristen und nutzen seit dem jeden Cent für Instandsetzungen und Restaurierungsarbeiten. 2006 und 2010 Fegten zwei große Stürme durch den Park die einiges an Schaden angerichtet haben. Dennoch ist es erstaunlich was alles nach dieser langen Zeit noch steht, und was für erstaunliche Arbeit Jose und seine Familie geleistet haben. Der Park grenzt an einen Wasserfall wo man Fische und Schildkröten füttern kann, man kann durch den Regenwald und durch einen Bambuswald laufen, es gibt unzählige Pfade und hinter jeder Ecke steckt was Neues. Bis vor 2 Jahren konnte man in dem kleinen See unter dem Wasserfall schwimmen gehen, nur hat sich da ein Krokodil eingenistet, seit dem geht keiner mehr baden.
Der Park wird heute von Judy und Mark Evans privat betrieben, die Regierung gibt keinen Cent, Seit ein paar Jahren gehört der Park zum Weltkulturerbe, sie haben einen Zuschuss für Restaurierungsarbeiten beantragt, man weiß aber noch nicht ob der Antrag bewilligt wird. Ich hoffe es jedenfalls sehr, denn es wäre verdammt schade wenn der Park eines Tages zerfallen würde und man sieht noch sehr deutlich, dass noch einiges zu Restaurieren da ist. Man kann dort mehrere geführte Touren durch den Park machen, unter anderem eine Nachttour in der die Gebäude und der Wasserfall beleuchtet werden (mit Strom aus Wasserkraft, mit der Turbine die Jose 1929 dort eingebaut hat) Leider hat es die ganze Zeit geregnet als ich dort war (so ist das nun mal im Regenwald) dementsprechend sind meine Fotos leider nicht soooo 100%ig wie ich mir das so vorgestellt habe.