USA

Reiseblog durch den Südwesten der USA

Donnerstag, 6. Juni 2013

Vom Outback bis zur Küste


 
Ja, es wird dann langsam auch mal wieder Zeit das Outback zu verlassen. Schließlich besteht Australien nicht nur aus Outback und ein Paar wunderschönen Stränden. Zwischendrin ist noch sehr viel sehenswertes. Ich bin also von Mt. Isa erst mal ein Stück in Richtung Norden durch das Outback und dann Quer nach Osten zur Küste durch den Regenwald. Innerhalb von 2 Tagen hab ich gefühlte 5 Klimazonen durchgemacht. Outback ist einfach nur windig und verdammt Sonnig. Hauptsächlich kommt man an verdammt vielen Kühen und Termitenhügeln vorbei. Manche Felder sehen aus wie sehr merkwürdige Friedhöfe. Ab und zu kommt man an einen Kuhskelett vorbei. Eine Großteil der Strecke ist einfach nur Viehzucht Gebiet und es gibt keine Zäune, dementsprechend wird ab und zu mal eine Kuh von einem Truck überfahren. Kuh gegen Auto ist allerdings ein bisschen ungünstig, da beide bzw. das Auto verliert. Trucks fahren einfach drüber oder schleudern die Kuh von der Straße, Autos fahren nach so einer Kollision nirgends wo mehr hin. Ab und zu kommt man dann durch ein kleines Outback Dörfchen, die Leute hier sind total anders. Ich glaube nicht, dass hier einer sein Auto abschließt oder überhaupt die Schlüssel aus der Zündung nimmt. Jedes Dorf hat eine so genannte Cummunity Hall, hier gibt es meißt Öffentliche Toiletten, Duschen und manchmal auch ein Büchertausch in Form eines Regals mit dem Papschild dran. Tankstellen werden generell von alten Outback Legenden betrieben die ca. 10min brauchen um einen Verkaufsvorganz abzuschließen. Naja das mit dem Computern ist halt auch alles neu. Man muss schon froh sein wenn die hinter dem Tresen nicht an Altersschwäche sterben. Aber total lustig und freundlich sind se alle :-) Man braucht nur eben mal eine halbe Stunde Zeit zum tanken :-).  Vom Outback geht’s dann durch eine Hügellandschaft in den Regenwald. Devor man allerdings richtung Regenwald fahren darf wird mal gebeten das Auto zu waschen um keine Tierchen, Staub und Sonstiges von Outback zur Küste zu verschleppen. Hat irgendwas mit dem Umweltschutz zu tun. Dafür darf man dann durch eine Art Waschanlage fahren und das Auto wird gratis gewaschen.  Durch Zufall hab ich dann Nachts den Ort Hot Springs entdeckt und mir das Ortsschild mal genau angeguckt und überrachenderweise stand da drauf „Enjoy our thermal waters“ Das klingt natürlich sehr cool und ich hab dann beschlossen die Nacht erst mal dort zu Campen. Am nächsten Morgen bin ich dann los um diese Quellen zu suchen. Naja suchen ist untertrieben. Die Thermalquellen sind der Fluss der durch das 80 Einwohner Dorf fließt. Es ist ganz einfach, man laufe den Fluss entlang und wo Dampf ist ist eine 75 Grad warme Quelle. Ist echt cool. Nach meinen Quellen bin ich dann erst mal weiter zu den Wasserfällen und dann zu einem Krater Loch das durch eine natürliche Gasexplosion (Frag mich wie das Geologisch funktioniert, aber so stand es auf dem Schild) entstanden ist. Der Krater selbst ist mitten im Regenwald 60m tief bis zur  Wasseroberfläche (ist jetzt ein Teich) unter der Wasseroberfläche geht das Ganze dann nochmal 80m weiter. Verdammt Groß das Ganze und man hat echte Probleme damit das auf ein Foto zu bekommen. Ja, vom Regenwald geht’s dann ab zur Küste, und die schönste Straße hier ist eindeutig von Cairns nach Port Douglas den Captain Cook Highway. Es ist eine Bildschöne Landschaft direkt am Meer entlang. Port Douglas liegt so weit Nördlich, dass selbst jetzt in Winter  25 Grad Wassertemperatur sind. Ich hab beim Schwimmen gehen erst mal meine Sonnenbrille verloren…..

Ja das war ein Trip durch so ziemlich alle Klimazonen des Landes und es hat sich total gelohnt :-)