USA

Reiseblog durch den Südwesten der USA

Samstag, 1. Oktober 2016

Der Frühe Vogel fängt den Wurm, oder so....

Nach unserem Erlebnis mit dem Massentourismus gestern im Canyonlands Nationalpark gab es den Masterplan für heute. Die Lösung: 6:20Uhr wir Am Eingnang zum Arches Nationalpark (Arches = Felsbögen). 7:13Uhr ist Sonnenaufgang. Klingt nach dem perfekten Plan.
Durchführung: 6:24Uhr wir sind im Park. Es ist versdammt dunkel. Wir sind nicht allein. Der erste Asia Bus bietet offenbar die Sonnenaufgangs Tour an. War aber in diesem Fall egal. Der Plan für uns heute wurde perfekt umgesetzt. Die Asiaten wollten offenbar an anderer Stelle den Sonnenaufgang gucken und wir haben uns auf den Weg zu Utahs bekanntestem Naturwunder gemacht. Der Delicate Arch (hier in Utah auf jedem Autokennzeichen drauf). Einziger Fehler im Plan: Wir haben nicht geschaut wie lange der Trail zur Arch ist. Am Parkplatz angekommen mussten wir feststellen, dass schon ca. 10 Autos vor uns da waren (6:54Uhr) naja, was soll man machen. Schnell die Info Tafel gelesen, nicht geschaut wie lang der Weg ist. Irgendwas stand da noch mit ``Experienced hikers`` und ``strendous``jaja Amerika. Hier ist immer alles anstrengend und nur für geübte. Ok, schnell noch das Schild mit ``Bitte 1l Wasser pro Person mitnehmen`` überflogen, mehr Wasser eingepackt und los. Auf dem Weg zur Arch sind wir keiner Menschenseele begegnet. Und verdammt es war anstrengend. wie sich herausgestellt hat, waren das mal kurz 4,8mi Weg. Ich wollte natürlich zum Sonnenaufgang an der Arch sein. Mittlerweile war es schon fast hell, also nicht mehr machbar (Ist aber auch so bewölkt, dass die Sonne kaum durch kommt). Naja egal. Beeilt haben wir uns trotzdem. Sind den Berg hoch gestochen wie die blöden. Sport wie bei der Bundeswehr am Morgen. Oben angekommen nach schier endlosen Qualen waren schon ca. 15 Leute vor uns da. Verdammt.... Naja, da um diese Uhrzeit offensichtlich nur Leute unterwegs sind, die sich die Natur gerne ohne Selfie Stick anschauen, gabs auch das erhoffte Foto der Delicate Arch OHNE irgendwen mit im Bild. 45min Später kam dann aber schon der erste Bus Schwung und keine halbe Stunde nachdem wir oben waren stand auch schon der erste Mensch unter der Arch. Inklusive Selfie Stick. Wir hatten unsere Fotos.

Delicate Arch morgens
Also erst mal gemütlich vor dem Abstieg nen Muffin essen und den Leuten zuschauen wie sie sich zur Arch hoch kämpfen. Alles richtig gemacht. 9:30 Uhr wieder am Parkplatz. Also neuer Plan. Da alle jetzt zur Arch rennen, dachten wir uns, clever, ab auf den Trail der uns an mehreren Arches und durch Utahs Canyon Landschaft bringt. Das ganze ist dieses mal ein bisschen verzwickter. Man kann auf diesem 11mi Rundkurs an mehreren Stellen umkehren und somit einzelne Etappen laufen oder aber wenn man nicht rechtzeitig aussteigt den kompletten Rundkurs. Unser Plan dieses mal. Landscape Arch und Double-O-Arch. Plan hat funktioniert. Naja fast. Wir haben tatsächlich unseren turn-around-point an der Double-O-Arch verpasst und sind dann die kompletten 11mi gelaufen. Es ist ein sehr schöner und Idyllischer Weg mit mehr oder weniger anspruchsvollen Kletteretappen (Ja, auch dieses mal stand da ein Schild mit ``Aufpassen, nur für geübte und schwerer Trail`` Dieses mal empfehlen sie sogar 4l Wasser pro Person) Wie gesagt, bis zum Double-O-Arch lief es super. Den halben Abstieg dann auch. Bis uns quasi die verdammt glatten und rutschigen Sandsteinfelsen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Mit unseren Turnschuhen war hier nix mehr mit Grip. Teils sind wir auf Socken weiter gelaufen, da das noch mehr Bodenhaftung gegeben hat als unsere Schuhe mit ohne Wanderprofil und ohne die helfenden Hände von Bill und Cindy (nette und hilfsbereite Amis) wären wir wohl den ein oder anderen Hügel ungebremst auf dem Hosenboden runter gerutscht.

Landscape Arch

Trail

Double-O-Arch

Ende gut, alles gut. Nach 5h Wanderung durch die Canyons, Arches und Wüste Utahs sind wir mit dem letzten tropfen Wasser und Bill und Cindy im Ziel (Parkplatz) eingelaufen. Die beiden fanden es wohl ganz amysant, dass dieses mal wohl die dummen Deutschen mal das falsche Schuhwerk an hatten.Verstanden haben wir uns auch super. Auf dem Parkplatz dann das Typisch Ami ``we are going to visit Germany next year, give me your e-mail`` nun, da sind wir aber mal gespannt, ob Bill und Cindy (50+) sich wirklich aus beloved America raus trauen.

So, nun sind wir dann alles in Summe (mit kleineren Abstechern zu verschiedenen Arches) dann bis 16Uhr mittags unsere 20mi zu Fuß unterwegs gewesen. genug Sport für heute. Jetzt folgt das Programm fur faule Menschen. Mit dem Auto durch den Park, kutz anhalten, Fotos machen, Klimaanlage an und weiter gehts. Naja, es gibt so oder so keine Trails mehr die man laufen könnte. Zu allen anderen Sehenswürdigkeiten wurde, typisch amerikanisch, eine Straße hin betoniert. Super für uns, Füße tun eh weh.

Nachmittags dann nochmal schnell zum Aussichtspunkt auf die Delicate Arch (nicht den Trail von morgens nochmal, 800m von der Straße weg ist eine Platform ) hier schaut man auf die andere Seite der Arch. Uns siehe da, um die Arch sieht es aus, wie in einem Ameisenhaufen. Viel zu viele Leute. Kein Foto ohne jemand anderes drauf möglich. Egal von welchem Winkel. ``I´m gonna crop him out`` (ich werd den einfach aus dem Bild rausretuschieren) ist der meißt gehörte Satz auf den Aussichtspunkten.

Double Arch


Balancing Rock

Abends: Erst mal duschen und dann die verdiente Pizza von Pizza hut abholen!

Fazit: Eigentlich haben wir es genau richtig gemacht, morgens mit den Ersten in den Park rein, Nachmittags vor der Massenflucht wieder raus. Stolze Planung. Morgen wird ausgeschlafen! (Und der Muskelkater wartet definitiv)

The Windows Aussichtspunkt
Delicate Arch am Nachmittag von unten. Ohne Menschen nicht machbar.

A rainy day

Heute regnet es, kein Schöner Tag um durch die Nationalparks zu fahren. Wir machen es trotzdem. Zwar wird erst mal schön ausgeschlafen, aber man muss den Tag schließlich auch irgendwie nutzen. Das schlechte Wetter scheint den Rest der Touristen auch nicht abzuschrecken, sodass morgens um 10 Uhr vor dem Arches Nationalpark schon eine kilometerlange Schlange ist. Wir beschließen Arches heute nicht zu machen, sondern zu den ruhigeren Canyonlands Nationalpark und zum dead Horse Point State Park zu fahren. Selbst hier ist die Hölle los. Am dead horse Point, einem Aussichtspunkt über den Colorado River, ist es noch relativ ruhig. Doch im Canyonlands Nationalpark trifft uns endgültg der Schlag. Ein Bus voll mit Asiaten nach dem anderen. Die Camper Amis sind auch zahlreich am Start uuuuuuund: Verdammt viele Deutsche, Österreicher und Schweizer. Amerika scheint dieses Jahr wohl der Place to be zu sein. Naja. also werden wir auch schnell aus der Reiseführer Idylle zurück in die Realtität geholt. Freier Blick auf die Mesa Arch? Fehlanzeige! Völkerwanderung ist angesgt zusammen mit dem Kampf um dem besten Platz fürs Foto (natürlich so, dass es aussieht als wäre sonst keiner da). Unter den Deutschen und Österreichern macht sich der Gedanke breit, ob es nicht sinnvoll wäre eine Schlange zu bilden, damit jeder wenigstens ein gutes Foto machen kann. Interessiert den rest der Welt irgendwie wenig. Nach lautem rufen bleiben die Passagiere des Asia Travel ganze 2sec. aus der Schusslinie fürs Foto. Wer schnell noch eine Einstellung wechseln muss hat pech. Ich war noch nie so froh um mein Fisheye Objektiv, ich stelle mich mittlerweile einfach vor, in die erste Reihe und bekomme (zwar irgendwie bisschen verzerrt) alles drauf. Geheimtipps gibt es keine mehr. Egal wo man hin kommt, jemand anderes war schneller. Wir brauchen einen besseren Plan für den bekannten und beliebten Archhes Nationalpark morgen. Abends machen wir noch einen kleinen Abstecher in den Needles District des Canyonlands Nationalpark. Hier gibt es jede Menge cooler Felsfomationen, leider sind wir zeitlich dann zu spät dran gewesen, um noch durch den District zu wandern.


Dead horse Point, Blick über den Colorado River


 Blick durch die Mesa Arch. (viellecicht erkennt es einer als Sonnenaufgang Bild vom Windows Bildschirmhintergrund) naja das wäre dann also die Reiseführer Idylle

 
Realität.....


Needles District (Needles im Hintergrund)

 
Wooden Shoe Arch im Needles District

Donnerstag, 29. September 2016

Zurück in Amerika! Dieses Jahr hat es uns noch einmal nach Amerika verschlagen. Genauer gesagt, wollten wir dieses Jahr den Rest, den wir 2015 nicht geschafft haben nachholen.

Gelandet sind wir dieses mal in Las Vegas. Von dort aus ging es nach einer Nacht in Richtung Westen. Genauer gesagt nach Page AZ. Page und die Horseshoe Bend hatten wir im letzten Jahr auch schon, allerdings ist es strategisch so gut gelegen, dass wir hier nochmal bleiben mussten. Dazu gabs dieses Jahr noch einen kleinen Abstecher zu den Hoodos, die wir letztes Jahr ausversehen links liegen gelassen haben.


Früh ging es dann also am nächsten morgen los in richtung Monument Valley. Dem typischen klischee Westen ;-) schön kitschig eben. Die Navajo haben das Monument Valley in Besitz und wissen sehr gut damit ihr Geld zu verdienen. Für $20 (anstatt $6, wie im Reiseführer beschrieben) darf man die Holperstrecke zwischen den Felsformationen befahren. Es ist wirklich sehr beeindruckend wie groß das komplette Areal ist. Auch ist jeder Blickwinkel wieder anders und man kann hier locker die Speicherkarte vollknipsen. irgendwie haben sich die $20 doch gelohnt. Wir hätten was verpasst, wären wir nicht dort gewesen. Naja Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte.



Auf dem Weg zur nächsten Unterkunft sind wir dann den Scenic Drive gefahren. Mit Aussicht auf das Valley Of Gods. Ein schöner Abschluss.


Freitag, 31. Juli 2015

#1 Pacific Cost Highway

Was man so alle auf dem Pacific Coast Highway entdecken kann.
Pelikane
Pelikan beim Abtauchen
Pelikane
Wale. Insgesamt waren an dieser Stelle bis zu 6 Stück gleichzeitig
Wale.....
Walflosse

Free Hugs


Machtkämpfchen

Machtkämpfchen um den besten Platz

Baby Seelefant

Mein Platz!

Zzzzzzzzzzzzzzzzzzz

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Zzzzzzzzzz
"Talk to my hand"

Chillerseelefanten

Junge Seelefanten beim "Kampfen"


Adler? Nein, es ist ein California Condor

Adler? Nee, Condor :-)


Auf diesem Bild verstecke sich 9 Robben und ein Pelikan

Seehund

Highway 1 Brücke


weiterer neuer Post, weiterblätern!.......   :-)

San Francisco (in 12h)

San Francisco für eine Nacht. Also, so viel wie möglich anguchen. Leider ist unser Zeitplan so knapp, dass wir nur einen Tag für San Francisco haben. Allerdings fällt es uns nicht schwer die Zeit voll auszunutzen. Unser Parkplatz den wir uns mitten in Chinatown mühsam erkämpft haben ist nur bis 7Uhr morgens frei. Also Abends noch ab an Pier 39, Alcatraz aus der Ferne anguchen und ab zum Sonnenuntergang an die Golden Gate. Plan hat super fuktioniert. Am ende des Tages hatten wir auf Abenteuerliche Weise das öffentliche Bussystem von San Francisco im Schnelldurchlauf erlernt und verstanden. (Naja, 2 Omis hatten mittleid mit den Touris und haben uns mehr oder weniger in den richtigen Bus gesetzt, aber wir haben alleine mit Umsteigen wider zurück gefunden!) Unser "Hotelzimmer" war ein weiterer Faktor der es uns sehr einfach gemacht hat, so viel Zeit wie möglich in der Stadt und nicht auf dem Zimmer zu verbringen. Das Zimmer war ca. so groß wie ein 2m Bett, mehr Platz war nicht. Sauber war es auch nicht richtig. Dusche und Klo gab es für alle auf dem Flur. Schön ist anders. Also hieß es um 6 Uhr aufstehen, auto vor dem Abschleppwagen retten und auf Sightseeing gehen. Lombard Street "Worlds Crookedest Road" gucken. Sie zieht sich einspurig in so engen Serpentinen über einen Häuserblock den Hang runter, dass nur kleine Autos hier fahren können und dürfen. Die "Gärten" zwischen den Kurven sind schön bepflanzt. Sieht echt süß aus. Die Anwohner müssen allerdings Nerven wie Drahtseile haben, den ganzen Tag fahren irgend welche Touristen die Straße mit quitschenden Reifen runter (geht irgendwie nicht ohne, die Pflastersteine sind doof). Dann weiter Cable Car gucken. Also, an die Straße stellen, warten bis eins kommt und dann ein Foto machen. Gefahren sind wir leider nicht, da wir unser Auto leider nirgends stehen lassen konnten. Die halbe Stadt ist Parkverbot und auf einen vorhandenen Parkplatz kommen gefühlte 10 Autos. Es ist ein Kampf, es macht kein Spaß. Bei Starbucks gabs dann erst mal das rettende Frühstück. Hier haben wir dann auch die "Fishermand Warf" Endstation der Cable Cars gefunden und konnten zuschaune wie diese noch von Hand auf einer Drehscheibe gewendwt werden. Echt cool. Der letzt Programmpunkt war dann die bekannten Holzreihenhäuser am Almo Square Park anzuschauen. Kaum angekommen hat uns erst mal ein netter schwuler Hundebesitzer angequatscht und mit uns über Deutschland, die Griechenland Krise und schwule in Russland diskutieren wollte. Der hatte echt Redebedarf. Irgenfwann hatte sein Chiwawa die Nase voll und hat angefangen sich bemerkbar zu machen. Also sind wir dann los unsere Häuser fotografieren. Eigentlich wollten wir nochmal bei Tageslicht zur Golden Gate, nur war es so neblig am Wasser, dass man kaum 10m weit schauen konnte. Auch egal. Wir haben ja schöne Fotos von Abends. Mittlerweile war fast 10 Uhr und für uns somit der Startschuss unsere 300 Meilen Fahrt an der Küste entlang in den Süden zu starten. Ich weiß nicht, ob es in San Francisco eine Zeit ohne Rushour gibt, wir haben es jedenfalls immer geschafft mitten drin zu stehen. Autofahren ist hier definitiv nicht empfehlenswert. San Francisco selbst ist allerdings eine sehr schöne uns sehenswerte Stadt.


Alcatraz im Nebel

Pier 39

Pier 39

Pier 39

Plötzlich ist was los am Pier 39

"Aussicht vom Pier 39 auf die Golen Gate. Wer siehts?

Golden Gate

Kunst in China Town"

Crookedest Road


Cable Car Straße


Wendemanöver von Hand


Almo Square Park Häuser