USA

Reiseblog durch den Südwesten der USA

Freitag, 15. Mai 2015

Ab nach Osar


Ein weiterer Tag on the road, oder besser auf der Schotter Piste. Heute Morgen gings los, im absoluten Mistwetter! Weiter in Richtung Norden.
 
Was uns gleich aufgefallen ist, dass sobald es regnet kommen die Farben der Insel besser zur Geltung. Irgendwie blüht alles so richtig auf.
 
 Das braun wird zu leichtem Grün und man findet Pflanzen in stärkeren Rottönen. Einen schönen Regenbogen haben wir auch gefunden. Leider ohne Topf voll Gold.
 
 Weiter ging es durch malerische Landschaften von Dörflein zu Dörflein von Schotter Piste zu Schotter Piste. Schlagloch hopping extrem. Man merkt langsam, dass wir immer ländlicher kommen. Haben heute einen Schafumtrieb und einen Pferdeumtrieb beobachten können. Merke: beides legt kurz mal den Verkehr lahm.
 
 
 Vorbei an galoppierenden Island Pferden weiter durch die Landschaft.
 
Letztendlich haben wir noch einen isländischen Sortierpferch gefunden. Hier findet jährlich ein Spektakel statt, wenn
freilaufenden Schafe und Pferde im landschaftlich sehr schön gelegenen Flusstal Miðfjörður von der Sommerweide im Hochland herunter ins Tal getrieben und nach Besitzern aussortiert werden. Nach jahrhundertealter Arbeitsweise findet das Zusammentreiben und Sortieren der Pferde zu Fuß und vom Pferderücken aus statt. Stuten, Fohlen und Jungpferde geben die Freiheit des Sommers auf und kehren auf ihre Heimathöfe zurück. Leider ist das erst im September. Naja, man kann eben nicht alles haben.
 
 
Dafür haben wir mitten in Islands Nirgendwo das wohl Klischeehafteste deutsche Haus gefunden. Ich wusste überhaupt nicht, dass man in Island Gartenzwerge kaufen kann….


Mehr durch Zufall haben wir dann unser Hostel gefunden. Eigentlich wollten wir nur an diesem Sehenswürdigkeiten Schild anhalten und gucken, was da so ist. Gefunden haben wir ein Schild mit OSAR Hostel und einen sehr schönen Ausblick. Unser kleines aber feines Hostel ist ein altes Farmhaus auf einer Farm hier. Als wir einchecken wollten kam uns ein gestandener Bauer mit Blaumann und Gummistiefeln entgegen und nahm uns freundlich in Empfang. Das kleine Haus ist wirklich sehr süß in Holz ausgebaut, sehr gemütlich und erfüllt voll und ganz seinen Zweck.


Durch die Weiden der Farm geht es dann runter zum Strand, an dem man verspielten Seehunden stundenlang zugucken und versuchen kann ein gutes Foto zu bekommen.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Grindavík - Grundarfjörður on the road again

Heute war der erste richtige Tag auf den Straßen Islands. Wir haben heute morgen fast pünktlich um 10:20 Uhr das Guesthouse verlassen und haben uns in Richtung Norden, auf den Weg nach Grundarfjörður gemacht.


Anstatt der von Google veranschlagten 3:50h haben wir den ganzen Tag dafür gebraucht. Naja, man muss fairerweise sagen, dass wir uns echt Zeit gelassen haben. Zwischendurch mussten noch n paar Isis gekuschelt werden und Höhlen die auf der Karte standen aber überhaupt nicht da sind haben wir auch noch gesucht. Aber alles der Reihe nach.

Wir sind also erst mal in Richtung Norden los, und weil wir ja den ganzen Tag Zeit haben und im nächsten Hostel so oder so erst ab 15 Uhr einchecken konnten, haben wir uns eben mit allem echt Zeit gelassen. Beinahe wären wir in einem der sehr seltenen Tunnel Islands gelandet und hätten erst mal saftig Maut zahlen müssen. Da unser Navi leider taubstumm ist und nicht mit uns redet, sondern nur Zeichensprache kann. Aber in letzter Sekunde haben wir noch die Kurve gekriegt und sind eben um die Bucht rum gefahren und nicht darunter hindurch. Auf der mautfreien Strecke haben wir dann auch direkt an der Mietwagen Rally Teilgenommen. Erster Stopp: Eine Herde sehr freundlicher Island Pferde mit Kuschel Entzug direkt am Straßenrand. Da ist es unmöglich dran vorbei zu fahren!




Die Straße Führt auch zu einem der beliebtesten Nationalparks hier, der aber erst nächste Woche auf unserer Liste steht. Also war die Straße voll mit Europcar, Avis, Budget und Co.

Der Zweite Halt war ein kleiner aber eher unspektakulärer Wasserfall. Irgendwie wird hier jedes 2. Loch am Straßenrand zur Attraktion und man muss echt aufpassen, dass man nicht jedem ''Sightseeing'' Schild hinterher fährt. Wir sind auch einmal abgebogen, da es sich auf dem Schild um eine anscheinend super tolle Brücke über einen Bach führt handelt. Letztendlich war das Brücklein so klein, gewöhnlich und unspektakulär, dass es sich noch nicht einmal gelohnt hat aus dem Auto zu steigen und ein Foto zu machen. Von da an haben wir beschlossen nach unserer in Deutschland gekauften Island Karte zu fahren und eben die eingezeichneten Sehenswürdigkeiten auf unserem Weg anzufahren. Leider war das auch nicht besser und wir landeten auf der Suche nach einer Höhle (die wir nie gefunden haben) auf einer Straße die den Titel ''Highway to hell'' wohl verdient hätte. Es sah aus und fuhr sich auch wie auf dem Weg nach Mordor oder irgend einer verlassenen Gegend auf dem Mars. Lavafelder Verwerfungen soweit das Auge reicht und mitten drin eine Schotter-Schlagloch Piste mit unserer roten Reisschüssel (jetzt ist sie leicht braun/grau). Verwirrend auch, dass mitten im Lava Feld Straßenschilder stehen an welchen man abbiegen können sollte, es sich aber überhaupt keine Straße dort befindet. Nicht einmal einen Wanderweg konnte man finden. Ohne Kompass und Ortskenntnissen ist man hier abseits der Schotterpiste also vollkommen Planlos.



Um für ein wenig Sicherheit auf der Schotter-Achterbahn zu sorgen gibt es wenn man auf eine Kuppe zu fährt die man nicht überblicken kann ein nettes Schild, dass darauf aufmerksam macht, dass man einen Hügel hinauf fährt und nichts sieht. Oben angekommen wird die ''Straße'' für wenige Meter Zweispurig und es steht ein großes Pfeil-Schild mitten auf der Straße, damit man auch seine Spur findet. Sorgt im deutschen Hirn im ersten Moment aber eher für Verwirrung, aber nach dem zweiten hat man den Sinn dann verstanden und es läuft alles ganz normal.


Auch normal ist, auf den Schotter-Pisten 80 zu fahren. Das hat uns zuerst verwirrt, da keiner, der noch alle Tassen im Schrank hat, in Deutschland auf so einer Straße 80 fahren würde. Nach ca. 500m weiß man aber warum. Sobald man langsamer wird fängt das komplette Auto an zu vibieren und wird total durchgeschüttelt. Ab 80 km/h relativiert sich das wieder und es kommt so etwas wie Fahrgefühl auf. Man muss nur die Steinschläge im Unterboden lernen zu ignorieren. Auf unserer Strecke bis/nach/durch Mordor-Landschaft ist uns zum Glück nur ein Fahrzeug entgegen gekommen, sonst wären Bai-Ling Kischde jetzt wahrscheinlich gesprenkelt mit Steinschlägen. Man kann wohl sagen, wir waren heute mal so richtig in der Pampa! Ab und zu kommt man an einem halb zusammengefallenen Hof vorbei oder einer kleinen Kirche. Selbstverständlich aus Wellblech! Baustoff Nummer 1 hier. Aber es fällt auf, der Hof kann noch so mies aussehen, die Kirche dazu ist von außen immer schick. Nicht verlassene Höfe erkennt man an Pferden die drum herum grasen. Was die Bauen mit den vielen Pferden in dieser verlassenen Gegend machen wissen wir nicht. Es sind jedenfalls sehr viele pro Hof und so viele Touristen verirren sich nicht auf diese Strecke.




Nach unserer Expedition in die Wildnis sind wir dann auch wieder auf die Mietwagen Rennstrecke abgebogen und an einem riesen Krater vorbei gekommen. Leider haben wir keine Straße gefunden, die uns dort hin geführt hätte. Wir haben unser bestes versucht, aber leider ohne Erfolg. Leider wissen wir nichts über diesen Krater außer, dass er wahnsinnig cool aussieht.


Nachmittags sind wir dann so langsam unserem Ziel näher gekommen und konnten dann so gegen 17 Uhr im Hostel einchecken. Das ist hier aber quasi noch mitten am Tag. Vor 22:30 Uhr geht die Sonne nicht unter und um 4:30 Uhr geht sie wieder auf. Also schnell die Sachen ins Zimmer. zum Glück haben wir die Hostels alle schon gebucht, denn die Asiaten und die Amerikaner sind wie Ameisen hier, sonst wäre es nichts geworden mit den Zweibettzimmern. Dann ging es ab zu den Wasserfällen hier. Es gibt drei Stück hier quasi an den Enden vom Dorf verteilt. Einer ist sehr gut zu erreichen, mit Touristen Parkplatz und allem drum und dran. Einer ist etwas schwieriger, da muss man durch die Schafsweide und Pferdekoppeln und der letzte ist der wohl am schwierigsten zu erreichende und auch nicht offiziell ausgeschrieben. Um zu diesem zu kommen, muss man ca. 200 Höhenmeter mehr oder weniger gerade aus den Berg hoch. Dieser sieht am coolsten aus, der ist auch noch halb gefroren. Genau diesen haben wir uns ausgesucht, um ihn als erstes anzuschauen. Also Kamera und Stativ geschultert und ab mit den guten 25€ Deichmann Schuhen den Berg hoch ins Eis (blöde Trekking Schuhe von LARCA machen Blasen!). Naja mehr Schnee als Eis. Es war verdammt anstrengend. Ich glaube nicht, dass viele Touristen auf die Idee kommen da hoch zu laufen. Aber es hat sich ausgezahlt. Es ist wirklich ein Prachtstück!
 Es sieht auf dem Bild wirklich deutlich flacher aus als es in Wirklichkeit ist.
 
Dann schnell ein paar Fotos gemacht und nichts wie ab den Berg wieder runter, denn mittlerweile ist der Wind schon so stark, dass man bei Gegenwind schon fast Probleme mit dem atmen bekommt. Das Wetter soll leider in den nächsten Tagen schlechter werden. Mal schauen was uns so erwartet.

Nachdem wir dann wieder unten waren wollten wir uns den Touristen Wasserfall natürlich nicht nehmen lassen, vor allem liegt der richtig schön vor dem Berg, der das Wahrzeichen von Grundarfjörður ist. Im Sommer sind hier zusätzlich alle Flächen richtig schön grün. Das heißt alles, was wir jetzt braun/vertrocknet sehen, wird mal grün werden. Dafür sind wir aber leider 2 Monate zu früh dran. Sieht trotzdem schön aus. Wann bekommt man denn sonst noch 463m Berg und Wasserfall auf ein Foto??



Mittwoch, 13. Mai 2015

Bláa Lónið - Blue Lagoon

Heute hatten wir einen super entspannten Tag, im Prinzip haben wir nichts gemacht. Ok, so richtig mal ausgeschlafen bis kurz vor 12 Uhr, schnell noch gefrühstückt und dann gings ab zur Blue Lagoon.


Dort wird ein Gemisch aus Meer- und Süßwasser aus einer Tiefe von etwa 2000 Meter, das in dieser Tiefe bis zu 240°C heiß wird, zur Oberfläche gepumpt und fließt in das Lavafeld. So bildete sich dort ein Salzwassersee in der typisch blau-weißen Farbe, die von Kieselalgen stammt.  Das Wasser hat eine Temperatur von etwa 37 bis 42 °C und enthält Mineralsalze, Kieselerde und Algen.


Der See hat eine Fläche von etwa 5000 Quadratmetern.
Kieselsäure erzeugt die blaue Farbe. Sie reflektiert vor allem blaue Strahlen bei Sonnenschein.
Baden in diesem Wasser lindert anerkanntermaßen Schuppenflechte und andere Hautkrankheiten. Die Blue Lagoon liegt wieder auf der Spalte zwischen dem europäischen und dem amerikanischen Kontinent und hat dadurch die Verbindung zum akiven Vulkansystem Islands.


Im Wasser der Lagune befinden sich keinerlei chemische Reinigungs- und Aufbereitungsmittel wie Chlor oder ähnliches. Durch den Durchlauf erneuern sich die 6 Millionen Liter Wasser alle 48h komplett. In Kisten am Rand der Lagune gibt es Kieselerde Schlamm, den man als Gesichtsmaske auftragen kann.


 Die Amis (die es hier massenweise gibt) behaupten, dass das überhaupt nichts bringt und nur da ist um die Touristen doof aussehen zu lassen. Wir und viele andere habens trotzdem gemacht.


Lustig ist auch, die ''Bademeister'' der Lagune zu beobachten, die armen stehen im langen Winterklamotten auf den Stegen und gucken dicken Touris beim planschen im warmen Wasser zu. Irgendwie bekommt man fast Mitleid. Damit für das leibliche Wohl der Reisenden auch gesorgt ist und damit keiner raus aus dem Wasser in die Kälte muss gibt es eine Bar an der man Getränke kaufen kann im Wasser.


Wer Hunger bekommt muss allerdings in das hauseigene Luxus Restaurant außerhalb des Wassers. Alles in allem ist es ein sehr entspannter Tag in der Lagune, bis eben der Bus mit den Holländern anrollt, dann wird die Bar gestürmt und die Amis und Holländer schreien um die Wette. Vorbei wars mit der Ruhe dann also gegen 16:30 Uhr. Die Holländer schrecken eben auch keine 7€ pro 0,4 Bier ab. Es ist aber auch wirklich cool, da in der heißen Suppe zu sitzen und bei Null Grad Außentemperatur ein kaltes Bier oder nen Milchshake zu trinken. Auch wir haben das Angebot gerne angenommen, wenn auch nicht in gleichem Ausmaß. Das anstrengendste an diesem Tag heute war, die neue Spiegelreflexkamera trocken durch die Lagune zu bringen :-) Aber das war auch nicht wirklich schwierig, das sich der Kieselerde Schlamm bzw. die Bestandteile des Wassers an dem Lava Felsen so absetzen, dass diese alle mit einer glatten weißen Schicht überzogen sind  und man sich nicht mal mehr Gedanken um die Füße machen muss.

Dienstag, 12. Mai 2015

Vom Flughafen über Reykjavik nach Grindavik

Ein langer, sehr, sehr, sehr langer Tag geht zu Ende. Die Nacht am Flughafen war besch****. Mehr als zusammengerechnet 3h Schlaf kamen nicht zusammen. Aber was will man machen. Trotzdem sind wir hoch motiviert nach dem ersten Kaffee ab zum Budget Schalter, um unseren Hundai I10 abzuholen. Schade nur, dass der irgendwie nicht mehr da war, jetzt wurden wir auf nen Suzuki Swift upgegradet! Große Freude, mehr Platz!! Jetzt fahren wir eben mit unserer roten Reisschüssel ''Bai-Ling Kischde'' durch die Gegend. Mussten aber trotzdem umklappen sonst wäre das alles nicht so rein gegangen wie wir uns das vorgestellt haben. Zu unserer Freude haben wir dann auch gleich auf der ersten Schotter Piste Bai-Lings Special Features, die Spikes an den Reifen entdeckt. Klingt auf Asphalt wie Pferdegetrappel aber soll im ''Gelände'' wohl helfen. Alle Straßen abseits der Hauptstraße (eine Hauptstraße in ganz Island) sind alles Achterbahn-Schlagloch-Schotter Pisten. Armes Auto, aber naja.....

 
 
So, nachdem wir dann pünktlichst um 10 vor 7 alles verladen hatten ging es dann auch direkt los. Erste Anlaufstelle die Kontinentalspalte, die den europäischen und den amerikanischen Kontinent voneinander trennt. Die Spalte selbst hat einige Verwerfungen und ist mehrere hundert Meter breit aber stellvertretend für das ganze Phänomen wurde zwischen eben zwei dieser Verwerfungen eine 18m lange Brücke gebaut, die das eben symbolisieren soll. Ist ganz nett da, man kann drüber und drunter laufen. Es windet wie verrückt und man kann ein paar Fotos machen. Ist aber maximal eine Sache, die mal 30min Spaß macht. Es bleibt eben einfach ne Brücke zwischen zwei Felsen. In einem meiner Reiseführer ist sie als Abzocke an den Touristen verschrien, weil es von mehreren Anbietern jetzt bis zu Halbtagesausflüge dort hin gibt und im anderen wird sie im Nebensatz mal erwähnt. Wenn man jetzt nicht so oder so mit dem Auto dran vorbei fahren würde ist es ne Sache, die man nicht unbedingt gesehen haben muss.


Sonst sieht hier die ganze Gegend eher wie eine Mondlandschaft aus, es wächst absolut nichts. Hier und da verirren sich mal ein paar Flechten und ein oder zwei Grashalme.

Viel mehr haben uns dann Rauchschwaden, die wir ein paar Kilometer weiter am Horizont gesehen haben, interessiert. Davon stand im super Reise-Know-How Reiseführer nix. War wohl kein Platz mehr, man musste ja zwei Absätze lang die Plattentektonik und die Brücke lächerlich machen.

Also, erst dem Auge dann auch sehr schnell dem Geruch hinterher. Lecker Schwefel-faul-Ei Gestank! Aber man gewöhnt sich echt daran. Was wir gefunden haben war echt cool! Heiße Schlammquellen, deren Abwärme ein Kraftwerk betreibt. Ist an der Straße groß als Sehenswürdigkeit ausgeschrieben. Man würde es aber auch ohne Schilder locker finden. Es raucht aus unzähligen Löchern aus dem Boden. Einige sind sehr groß, andere wiederum sehr klein und man sieht sie kaum. Überall stehen Schilder, die vor der geothermalen Wärme (bis zu 100Grad heißes Wasser) warnen, und man muss auf dem Pfad und den extra gebauten Brücken bleiben. Wenn man die Erde anfasst ist das wie ein Wärmekissen. Nur nicht das Wasser berühren bzw. immer schön hinter der Absperrung bleiben. Am Hauptschlammtopf ist der Wasserdampf so dicht, dass man kaum die Hand vor den Augen erkennen kann und es ist ein fieser Nieselregen in der Luft, der überall weiße Schwefeltropfen hinterlässt. Kamera, Jacken und Hosen alles war hinterher fein weiß gesprenkelt. Das ganze nennt sich (die) Gunnuhver, die größte Schlammquelle in Island. Die Gunnuhver ist bis heute sagenumwoben und nicht selten werden diese zahlreichen Legenden auch den Besuchern mit auf den Weg gegeben. Der Legende zufolge wurde in der Gunnuhver einst der Geist von einer zänkischen Frau verbrannt. Sehr interessant. Vor allem kann man auf der Gegenüberliegenden Seite auf einen Berg steigen und das Ganze noch einmal von oben begutachten.

 Immer der Nase, oder eben den Rauchzeichen nach

 ''Handwärmer'' auf Isländisch

 kleinere Herde

 kurz vor dem Hauptherd


 Brücke über die Schlammtöpfe

 Ca. 5m vor dem Hauptherd. Der Wind stand so blöd, dass man es alles voll ins Gesicht bekommen hat.

Aussicht von gegenüber. Links der Rest der Überschüssigen Wärme vom Kraftwerk und Rechts die Gunnuhver.

So, dann wars auch schon fast 10 Uhr und was macht man dann mit so einem angefangen Tag? Ins Guesthouse einchecken geht frühestens um 14 Uhr. Also ab nach Reykjavik rein. Man muss ja auch mal die City Tour machen. Zum Glück hat Dirk den Reiseführer gelesen und nicht wie ich nur
überflogen.  Zielsicher haben wir an der ''großen Kirche da hinten'' geparkt und von da aus gehen quasi fast alle Richtungen irgendwie in die Innenstadt. Also beim Parken muss man die Isländer mal loben, habe kaum kostenpflichtige Parkplätze gesehen. Also sind wir zu Fuß ein mal durch die Stadt und zum alten Hafen. Die Isländer haben schon teilweise einen sehr außergewöhnlichen Humor, aber ich mag ihn. Am Burgerjoint gibts nen Burger Laden, ein dickes Kind macht Milkshake Werbung, es gehört schon einiges dazu seinen Plattenladen ''Bad taste record store'' zu nennen oder einen Chuck Norris Grill zu eröffnen oder auch eine offensichtliche Schwulen-und Lesben Bar Kiki - queer Bar zu nennen. Ein Herrenausstatter hat seine Hauswand auch mit 3 Unterschiedlichen Arten eine Krawatte zu binden verschönert.






Viele Häuser sind bunt und auffällig und wie man sie sich hier eben so vorstellt. Klein mit Wellblech verkleidet mit kleinen Fenstern drin. Das ist auch vielerorts so. Nur zwischendrin steht dann immer wieder ein hässlicher Beton Bunker, der der Stadt leider sehr viel an Flair nimmt, und man oft die schönen Ecken suchen muss. Mittags haben wir dann irgendwann beschlossen einen Kaffee in der Innenstadt zu trinken. Hoffentlich ist der Service nicht in allen Kaffees so mies wie in diesem. Wir saßen ca. 15min an unsrem Tisch draußen in der Sonne. Offensichtlich als Touristen geoutet mit der dicken Kamera auf dem Tisch. Aber keiner wollte unsere Bestellung aufnehmen, bzw. hat uns eine Karte gebracht. So ging es noch 3 weiteren Touri Pärchen. Wir haben das Ganze mal passiv weiter beobachtet. Irgendwann wurde es dann der Frau am Tisch hinter uns zu bunt sie hat dann einfach die Kellnerin beim vorbeilaufen abgefangen und mal 2 Bier bestellt. Also wenn die das kann (die kamen nach uns!) dann kann ich das auch. Kellner abgefangen und gefragt ob wir was bestellen können.  Er: ''Selbstverständlich was wollen sie denn''? Ich: ''Ja irgend einen Kaffee, haben sie eine Karte''? Er:'' Kaffee'' Ich: '' Einen Cappuccino bitte'' Dirk: ''Bier bitte, ein großes'' Er:''Bier''? Dirk: ''Ja, ihr normales großes Bier hier bitte'' Er: ''Isländisches Bier, hell dunkel?'' Dirk: ''Ja bitte ein helles'' ok. Kellner verschwindet und kommt 10 min später mit Rechnung und Getränken wieder. Laut Reiseführer gilt Trinkgeld geben als äußerst unfreundlich, zu schade sonst hätten wir mit Absicht keins geben können. Ist echt ungewohnt im Restaurant sich auf die Krone genau rausgeben zu lassen bzw. passend zu zahlen. Nach dem frustrierenden Stündchen im Kaffee und einer weiteren Runde durch den alten Hafen knurrte dann doch der Magen und Fish&Chips waren die Antwort darauf. Aber nicht irgend welche, sondern richtig gute. Fisch des Tages, schön angerichtet auf einem Teller, dazu Rosmarin-Knoblauch Kartoffeln und ein super leckerer Dip nach Wahl. Dieses mal hatten wir das richtige Restaurant erwischt!
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Auf dem Rückweg zum Auto (mittlerweile wirklich sau müde um 15 Uhr) noch schnell nen Brief (oder Zwei) an Santa Claus geschrieben, damit Weihnachten dieses Jahr auch wirklich gut wird. Muss man ja auch im Mai schonmal dran denken! Dann nichts wie zurück zum Auto. Noch schnell nen Stop beim nächsten Shopping Center eingelegt, damit wir die nächsten Tage nicht verhungern oder verdursten und dann ab nach Grindavik zu Björk ins Guesthouse. Jetzt is 22 Uhr hier und ich kann mich beim Schreiben kaum mehr wach halten. Ab ins Bett, und morgen geht's weiter!

Montag, 11. Mai 2015

Keflavik Airport

So, also gelandet sind wir schonmal. Abgeflogen sind wir in Düsseldorf 21:30Uhr und in Keflavik um Ortszeit 22:50 Uhr gelandet. Der eigentliche Plan war ja im Flugzeug n paar Stunden zu schlafen, da wir unseren Mietwagen erst um 06:00 Uhr abholen können und wir für die erste Nacht keine Unterkunft haben (immer diese Schwaben). Blöd nur, dass wir nicht bedacht haben, dass wir ja gegen den Sonnenuntergang fliegen so dass es hier um 11 noch absolut hell ist. Dafür gabs die erste kleine Sightseeing Tour aus dem Flugzeugfenster. Man konnte schön die Gletscher im beginnenden Sonnenuntergang sehen. Ein wunderschöner Landeanflug!


Wenn uns nicht alles getäuscht hat ist das der Eyjafjallajökull, der Vulkan der 2010 den Flugverkehr lahm legte, und dahinter der Vatnajökull, einer der größten Gletscher Islands.
 

Landeanflug :-)






Tja, jetzt sitzen wir hier am Flughafen und versuchen nicht rausgeworfen zu werden. Denn Keflavik international Airport ist einer der super freundlichen Flughäfen mit den Schildern "No camping and sleeping allowed in this area". Aus dem ersten geschlossenen coffeshop mit super bequemen Sesseln sind wir schon rausgeflogen, zusammen mit ca. 10 anderen, die schön tief und fest geschlafen haben. Jetzt sitzen wir eben auf den weit weniger bequemen, unfreundlichen Stahl Sesseln, die jeder Flughafen so hat, die mit den tollen Armlehnen in der Mitte, damit man sich auch bestimmt nicht hin legen kann wenn man mehr als Kleidergröße 32 hat. Naja.... Is ja nicht der erste Flughafen der das versucht... Ich denke und hoffe nicht, dass sie und in die Kälte raus setzen werden :-/ noch 5h bis zum Mietwagen... Wenigstens gibts Free WiFi. Mal schauen wie lang es dauert bis sie das abdrehen.... Wenigstens sind wir gut unterhalten von schreienden Amerikanern die kein Empfang auf m Handy kriegen und ihr Hotel nicht anrufen können. Amerikaner der Sorte mit E-Fetti Scooter weil wegen zu fett zum laufen... Bin mal gespannt wie das wird wenn die nachher mal Hunger kriegen, so gegen Frühstückszeit.



Samstag, 9. Mai 2015

Island der Plan:-)

So, jetzt gehts los! Endlich mal wieder raus, weg, ab ins Flugzeug.... Dieses mal gehts (leider nur für 2 Wochen) ab nach Island.... Ja Island... Die Frage ist eben wie kann man so bescheuert sein wenns in Deutschland auf die 30 Grad zu geht wieder die Koffer zu packen und die Skisachen zusammen zu suchen... Naja... Einfach kann jeder. Jetzt gehts für Dirk und mich ab zu den heißen quellen, Geysiren, Gletschern, Wasserfällen und Ponys... Mal schauen was wir alle so erleben... Am Sonntag geht der Flieger von Düsseldorf ab nach Reykjavik, aber wir sind heute schon unterwegs in Richtung Norden (Urlaub heißt für mich nix wie raus aus Beurelsbach City!) Von Reykjavik aus gehts ein mal mit dem Mietwagen rund um die Insel. Der theoretische Plan steht. Fast jede Nacht werden wir in einem anderen Hostel übernachten. Mal schauen wie die Internet Verbindung so ist bei den Isländern dann werde ich auch fleißig posten können. Wir werden sehen wie die Praxis so aussehen wird :-) 
Plan -> 1 Männchen = eine Übernachtung. Sieht alles groß aus, aber laut Dr. Google Maps sind es nur ca 2-3h fahrt pro Tag. Mal gucken..

Warme Sachen sind gepackt, kann ja nichts mehr schief gehen oder ;-)