Zuerst ging es vorbei am Goðafoss (Wasserfall der Götter) ein ziemlich bekannter Wasserfall und einer der schönsten auf Island. Wir haben ihn mehr oder weniger durch Zufall entdeckt. Aber er hat sich gelohnt hier anzuhalten.
Anschließend ging es am Idyllischen Lake Myvatn vorbei (wir werden hier morgen nochmal anhalten) und von dort aus hinein ins aktive Vulkanische Gebiet.
Hier befindet sich die nordisländische Antwort auf die Blue Lagoon. Auch ein strahlend blauer Hot-Pot auf dem mittelatlantischen Rücken. Nur leider ist dieser wirklich viel kleiner und nicht annähernd so schön ausgebaut. Wir haben uns dann schnell gegen ein Bad hier entschieden und sind weiter gefahren.
Das mit dem aktiv darf man als Tourist hier hautnah am eigenen Leib miterlebem. Man fährt vom Krater den Vulkan also wieder runter, quasi direkt durch ein Kraftwerk (hier wird die Energie gleich genutzt und weitertransportiert) zu einem hoch aktiven Gebiet mit brodelnden Schlammlöchern und einem wunderbaren Schwefelgestank. Hier sickert kaltes Grundwasser hinunter auf heißes Magma und kommt in Form von Dampf wieder an die Oberfläche. Mit dem Dampf kommen ebenfalls schwefelwsserstoffhaltige Gase an die Oberfläche, was den charakteristischen Geruch bildet. (faule Eier, verdammt viele davon) Trotzdem ist es wahnsinnig faszinierend. Jedes Schlammloch ist irgendwie doch auch wieder anders. Die einen sind dünnflüssig, fast wie Wasser, andere wiederum sind Betonähnlich und sehr zähflüssig.
(suche die Touristen)
Wir sind in einem sehr süßen Hostel am Ende der Welt, mit 4 anderen Leuten gelandet. Nichts mit Jugendherbergen Chaos hier.
Danach haben wir einen Abstecker nach Husavik gemacht um unsere Tour für morgen zu buchen. Da es aber hier vor 22:30 Uhr nicht anfängt dunkel zu werden, haben wir beschlossen noch eine Sehenswürdigkeit in der Gegend hier anzuschauen. Einen Felsen in einer 90-100m hohen Schlucht die wie ein Hufeisen geformt ist. In der Mitte steht ein riesen dreieckiger Felsen der nach hinen ausläuft wie ein Denkmal. Eine alte Legende besagt, dass das der Hufabdruck von Odins Pferd Sleipnir ist. Odin ist der mächtigste nordische Gott, muss also auch ein mächtiges Pferd gewesen sein. Das ganze nennt sich Àsbyrgi canyon. Man kann direkt mit dem Auto hindurch fahren und wird eigentlich mehr oder weniger von diesem riesen Felsklotz überrascht, da es nicht so aussieht als würde er frei stehen, bis man eben eigentlich schon vorbei ist. Man denkt die ganze Zeit, es ist die andere Seite der Schlucht, und wartet darauf, dass dieser Fels endlich kommt. Bis man auf einmal merkt, dass man die ganze Zeit daneben her gefahren ist und man das tatsächliche Ende sehen kann und die wirkliche andere Seite der Schlucht. Es sind wirklich gigantische Dimensionen. Die braunen Streifen im Bild rechts und links sind die echten Ränder der Schlucht. Diese sind zwischen 90 und 100m hoch. Es passt zusammen nur auf eine Panoramaaufnahme.
Eigentlich wollten wir dann noch zum Dettifoss, europas größtem Wasserfall fahren, aber die Straße war (warum auch immer) gesperrt. ''Impassable''. Also umdrehen, zurück ins Hostel und Spaghetti mit Thunfischsauce kochen. (In der deluxe Kücke mit original Kitchen Aid Maschine.... muss morgen mal ein Foto machen wenn die Zeit reicht.)