Also haben wir uns heute morgen verabschiedet und sind jeder unseres Weges gegangen. Wir haben uns dazu entschieden, die Küste entlang zu fahren, obwohl dies viel weiter ist. Landschaftlich ist diese Strecke einfach wundervoll. Man fährt direkt an den Klippen entlang, an vereinzelten Höfen vorbei und genießt die Landschaft. Wir wissen immer noch nicht was die Bauern mit den vielen Pferden machen. Vielleicht wollen wir es auch nicht wissen. Was auffällt ist, dass es alles junge Pferde zu sein scheinen. Vielleicht finden wir noch jemanden der uns darüber richtig Auskunft geben kann.
Auf unserer Fahrt sind wir dann noch in Glaumbær einem Geschichtsträchtigen Ort vorbeigekommen. Hier sind alte Torf Häuser (allerdings als Museum, es wohnt keiner mehr drin). Die Geschichte dieser Häuser geht zurück bis ins 11. Jahrhundert. Ein Museum hält sie in Stand. Wirklich beeindruckend mit was sich die Leute früher so zu helfen wussten, da der Baustoff Holz damals sehr knapp war. Die einzelnen Hügel (Häuser) sind innen miteinander verbunden, sodass es letztendlich ein großen Haus wird. Durch kleine Fenster kommt Licht hinein.
Von Glaumbær ging es dann direkt weiter nach Akureyri. Auf dem Weg gibt es dann nicht mehr viel zu sehen. Als wir dann hier in unserem Hostel eingecheckt hatten, haben wir beschlossen noch die 40km nach Dalvik zu fahren um uns das verträumte Fischerdörflein mal anzuschauen. In Dalvik angekommen war die Enttäuschung aber groß. Nichts mit verträumt. Ein ramschiger Hafen mit ein paar Fischerboten, einem großen Tanker und 2 Touri Whale-Watching Agenturen. Sonst gab es wirklich nichts zu sehen. Außer Maschinen zur Fischerei, Traktoren und defekte Geräte die eben einfach am Hafen liegen geblieben sind. Unsere größte Attraktion in Dalvik war, einen fertigen Georg mit Kind auf dem Arm vor der Jugendherberge zu sehen. Offensichtlich waren sie gerade erst angekommen.
Wir sind dann enttäuscht wieder zurück nach Akureyri um uns die Stadt mal genauer anzuschauen. Die nette Dame im Hostel hat uns mit einem Stadtplan und ein paar Hinweisen zur Stadt ausgestattet uns so sind wir dann eben losgezogen. Am Hafen lag mittags noch ein riesen Kreuzfahrtschiff, das war mittlerweile aber wieder weg. Sonst ist hier nicht viel los.
Als Tipp hatte sie uns noch aufgeschrieben uns ''Old Town'' anzuschauen. Die Anfänge von Akureyri. Naja, es hat das ein oder andere nette Haus, aber nichts was man als Sehenswürdigkeit bezeichnen würde. Von den Häusern und dem Baustil ist es hier zwar ein wenig schöner und einheitlicher als in Reykjavik aber wirklich gut und sehenswert ist es nicht unbedingt. Die meisten Häuser sind wie immer mit Wellblech rund herum verkleidet und angestrichen. Das ein oder andere Haus hat noch ein Türmchen oder verzierte Fenster aber das wars dann schon. Deutlichere Unterschiede sieht man im Pflegezustand der Häuser. Manche sind richtig heruntergekommen, andere wiederum richtig gepflegt.
Drei Dinge sind uns noch aufgefallen: 1. Die Isländer haben sehr komische Vorlieben wo sie ihre Bäume Pflanzen
2. Akureyris Ampeln strahlen das rot mit richtig viel Liebe aus
und 3. Es gibt hier eine Eisdiele die wohl so gut ist, dass nachts um 22Uhr noch Verkehr vor der Hütte ist wie in Stuttgart bei McDrive. Die Isländer sind wohl komplett Kälteunempfindlich. Wir hätten gern ein Eis gegessen, nur ist es so schon so kalt, dass ohne Skijacke und Fleece Mütze kaum etwas machbar ist. Hier ist man allein durch das Outfit schon als Tourist enttarnt.